Bei keiner anderen Versicherung sind sich Verbraucherschützer, die Politik und Versicherer so einig: Die Berufsunfähigkeits-Versicherung ist die wichtigste Versicherung für Arbeitnehmer und Selbständige. Die eigene Arbeitskraft wird jeden Tag „verkauft“. Aufgrund dieser erhält man ein Gehalt bzw. der Selbständige seine Aufträge.

Jeder sollte seine Arbeitskraft absichern, nicht nur der Hauptverdiener in einem Haushalt. Während der Kindererziehung kann genauso der Verlust der Arbeitskraft eintreten. Wer kümmert sich um die Kinder? Der Partner müsste unter Umständen seine Tätigkeit reduzieren.

Die klassische Familiensituation mit einem Verdiener ist nicht mehr Standard. Häufig ist ein Wiedereinstig in das Berufsleben gewünscht bzw. notwendig.

 

Wie hoch soll die versicherte Rente sein?

Hier hört man häufig von der Faustformel: 80% vom Nettoeinkommen. Das kann aber hinterfragt werden. Zum einen können 20% weniger Einkommen zu viel für ein auskömmliches Leben sein. Zum anderen gibt es BU-Verträge, bei denen die Rente voll zu versteuern ist. Dies muss beachtet werden.

Weiterhin bleiben die Krankenversicherung und die gesetzliche Rente als Posten bestehen. Dies ist individuell zu betrachten und hier nicht abzuhandeln.

Nur so viel: Die gesetzliche Rente wird gerade bei längerer Berufsunfähigkeit deutlich geringer ausfallen.

Häufig treffe ich bei Beratungen zu dem Thema auf bestehende Verträge. „Ich bin ja schon versichert“ Das bringt nur nichts, wenn die Rentenhöhe nicht angemessen ist. Im Armutsbericht 2018 ist man als Single mit weniger als ca. 780€ arm, als Paar mit ca. 1.170€. Wohlgemerkt als Nettobetrag. Die BU-Rente muss also Steuer, Kranken- und Rentenversicherung plus den persönlichen Bedarf abdecken. In Regensburg z.B. ist wohnen in den letzten Jahre immer teurer geworden. Das bitte bedenken.

Eine zu geringe Rente führt unweigerlich zum Arbeitslosengeld //, besser bekannt unter: Hartz 4, auch während der Rente. Eine private Absicherung wird bei Hartz 4 angerechnet und hat somit keinen Effekt. So hätte man in diesem Fall Beiträge entrichtet von denen man keine (Mehr-)Leistung erhält.

Bei der Absicherung der Arbeitskraft muss natürlich auch die gesetzliche Leistung, die Erwerbsminderungsrente, berücksichtigt werden. Gibt es Einkünfte unabhängig von der Arbeitskraft? Dies und andere Fragen müssen bei einer Beratung geklärt werden.

http://allianz-zienert.de/berufsunfaehigkeit

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Siehe auch: https://regensburgversicherungen.de/lebensversicherung-vs-lebensversicherung/